Ensemble Genesis

Der Organist, Cembalist und Komponist Masato Suzuki, und die Geigerin Yukie Yamaguchi gründeten im Jahre 2005 die zwölfköpfige Gruppe „Ensemble Genesis“.
Die Mitglieder des Ensembles sind bekannte Solisten bzw. feste Mitglieder in Orchestern wie Bach Collegium Japan, Orchestra Libera Classica und dem NHK Symphony Orchestra.
Ensemble Genesis hat sich mittels seiner Besetzung aus Streichern, Sopran, Perkussion und Tasteninstrumenten zum Ziel gesetzt, ein möglichst breites Repertoire spielen zu können. Das Ensemble spielte seit der kurzen Zeit seines Bestehens Werke der folgenden Komponisten: Corelli, Vivaldi, J.S. Bach, Mozart, Berlioz, Mendelssohn, R. Strauss, Milhaud, Tchaikovsky, Hahn, Piazzolla, Cage, Ishii, Takemitsu, Miyoshi, Nodaira und Niigaki.
Die Konzertprogramme unter den Mottos „Herbst“ und „Winter“ in 2005 und Sommer in 2006 erfreuten sich begeisterter Resonanz.
Eines der herausragenden Merkmale des Ensembles ist, dass alle Mitglieder sowohl moderne wie zeitgenössische Instrumente des Barock und der Klassik bespielen. Somit kann das Ensemble den Möglichkeiten an Ausdruck und Klangfarben jeder Epoche zwischen Barock und dem 21. Jahrhundert gerecht werden. Das Ensemble arbeitet viel mit Komponisten unseres Jahrhunderts zusammen. Komponisten wie Dirigent Masato Suzuki und Takashi Niigaki, dem composer-in-residence des Ensembles, sind nur zwei Beispiele des umfassenden zeitgenössischen musikalischen Schaffens des Ensembles.

Management (via Bach Collegium Japan): info@bach.co.jp
Website: http://eugenes.cocolog-nifty.com/genesis/

Presseberichte Ensemble Genesis:

Emder Zeitung 03.05.2007
„Glückliche Begegnung der deutsch-japanischen Art”
Das dritte Konzert des Orgelfrühlings führte nach Uttum. Es hieß
„Hortus musicus – Buxtehude im Kimono”
Mehr als 200 Besucher füllten die historische Uttumer Kirche bis auf
den letzten Platz. Erwartungsvoll. Und diese Erwartungen wurden
keinesfalls enttäuscht, sondern gleichsam übererfüllt.
Mehr als drei Stunden entführten Organist Pier Damiano Peretti und das
japanische „Ensemble Genesis” unter der Leitung von Masato Suzuki die
Zuhrer in eine andere Welt. Dort herrschen nicht nur Schönheit und
Wohlklang, sondern auch „tropische” Anmutungen. „Tropic”, so hieß das
moderne Stück des Konzertes, komponiert von Mogens Christensen
(Jahrgang 1955), das im wahrsten Sinne des Wortes aufhorchen ließ.
Der Musikalische Leiter des Festivals, Andreas Liebig, betonte in
einem Gespräch mit der Emder Zeitung, wie wichtig es ihm sei, behutsam
auch moderne Klänge in jedes Konzert einzubauen. „Bei den Klassikern
weiß man eigentlich schon immer im voraus, welche Wendung, welcher Ton
zu erwarten ist. Bei den modernen Komponisten steigt automatisch die
Aufmerksamkeit im Publikum.” Und selbst für ihn als Organisten biete
moderne Musik immer etwas Überraschendes, Unerwartetes.
Im Wechsel präsentierten Organist Peretti und das Streicher-Ensemble,
das durch Andreas Böhlen mit der Blockflöte verstärkt wurde, einen
Gang durch die Literatur des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Muss man
noch sagen, dass es eine perfekte Vorstellung war? Musikalisch
tadellos, stellenweise erheblich virtuos und in vielen Fällen
anrührend und unter die Haut gehend. So war es auch verständlich, dass
Peretti seinen Applaus mit deutlichem Verweis auf das Instrument, die
Uttumer Orgel von 1659, entgegennahm.
Deutlich war auch der Hinwieis von Orgelbauer Jürgen Ahrend, der das
Instrument vor exakt 50 Jahren mit seinem Kompagnon Gerhard Brunzema
restauriert hatte, dass eigentlich nunmehr eine neuerliche
Überarbeitung anstehe. An diesem Abend machte das fast 350 Jahre alte
Instrument allerdings keinen restaurierungsbedürftigen Eindruck,
sondern war seinem Organisten geradezu glanzvoll zu Diensten.
Bliebe noch die Sache mit Buxtehude und dem Kimono. Also. Zu Lebzeiten
Buxtehudes im 17. Jahrhundert waren auf dem Handelsweg 40 Kimonos nach
Europa gekommen. Sie wurden schnell zum „ letzten Schrei” für eine
exotisch anmutende Mode, der wohl besonders Künstler und
Intellektuelle erlagen. Wag

Ostfriesen-Zeitung 03.05.2007
„Wie ein sommerliches Gartenkonzert”
KONZERT Ensemble Genesis und Organist Peretti entführten beim
Orgelfrühling in die Vergangenheit
Dem Publikum wurden immer neue Höreindrücke geboten. Die Musik
verbreitete frürbarocke Freude.
VON BARBARA FISCHER
UTTUM – So etwas wie eine Reise in die Vergangenheit erlebten die
Bescucher beim dritten Konzert des Krummhrner Orgelfrhlings am
Dienstag in der Uttumer Kirche. Das Ensemble Genesis unter Leitung von
Masato Suzuki sowie Organist Pier Damiano Peretti (Hannover)
präsentierten in offenkundiger Spielfreude Werke von Dieterich
Buxtehude und dessen Umfeld.
Man denke sich eine heitere Gesellschaft von gut situierten Bürgern
des 17. Jahrhunderts. Der schöne Tag lädt zum Verweilen im Garten ein.
Nachdem man sich eine Zeit im Freien ergangen hat, fällt der
Vorschlag, doch zurückzukehren und zur Erholung sowie zur Unterhaltung
aller ein wenig Musik zu machen.
Die Instrumente sind also schnell herbeigeschafft, dann beginnt ein
fröhliches Musizieren. Man spielt zu Zweit, bald zu Dritt oder alle
gemeinsam; und wenn jemand ein Werk alleine vorträgt, so wird mit
Beifall nicht gespart. Es erklingen Kompositionen, die in jedem Musik
liebenden Hause zu finden sind, die der ein oder andere mitgebracht
hat, und schließlich wird auch noch das Neueste vorgestellt. So mag
sich vielleicht zugetragen haben was der Künstler Jan Voorhout in
seinem Gemälde einer häuslichen Musikszene von 1674 festgehalten hat.
Die Uttumer Orgel strahlte: Pier D.Peretti wusste mit beweglicher,
natürlich nachgebender Interpretation und Artikulation sowie ein
fühlsam gewählten Registern das Instrument von seiner besten Seite zu
zeigen, etwa in der wunderbar weichen und warmen „Paduana lachrymae”
von Melchior Schildt. Berauschende Fülle oder zurückhaltende
Schlichtheit zeigten die Nuancierungsmöglichkeiten der Orgel auf, wie
man sie in Buxtehudes Variationsreihe über den Choral „ Auf meinen
lieben Gott” oder in der Toccata in G farbenfroh erleben konnte.
Gerade im Wechsel mit dem vorwiegend aus Streichern bestehenden
Ensemble Genesis wurden die großen, regelrecht fühlberen
unterschiedlichen Klangeigenschaften von atmenden Pfeifen und
gestrichenen Saiten deutlich.
Gepflegte Spielkultur zeichnete das Ensemble aus, das in wechselnden
Bestzungen immer neue Höreindrücke bot. So verbreitete sich
frühbarocke Freude und gute Laune in Heinrich Erlebachs Ouverture a 6,
die ein wenig an Opernmusik der Zeit erinnerte, zarter Schmelz
hingegen in einer „Choralbearbeitung” von Franz Tunder.
Lange Töne und Kaskaden, plötzliche Brüche und Farbwechsel, sich
ablösende Solo- und Tutti-Stellen charakterisierten die so schön
gespielte Sonata in G von Buxtehude und schlugen einen Bogen zurück zu
dessen Orgelwerken.
Morgens(ORIGINAL!) Christensens „Tropics” fügte dem Garten eine
subtropische Note hinzu; geheimnisvolle Stimmen und ungeahnte Klänge
von Geige, Blockflöte, Cello und Cembalo luden zu einer
Entdeckungsfahrt auf dem tragenden Strom der Harmonien von Bach ein.
So ergab sich auch hier eine Brücke zurück zu den alten Meistern,
bereicherten alt und neu sich gegenseitig in einem Konzert voller
musikalischer Farben-Freude. Das Publikum ließ sich von dieser Freude
anstecken und dankte mit herzlichstem Applaus.
Morgen, Freitag, spielt Gustav Leonhardt (Amsterdam) ab 20Uhr in Uttum
Werke von Bull, Farnaby, Frescobaldi, Froberger und Pachelbel.

エムデン日報 2007年5月3日
„ドイツと日本の芸術の幸運なる邂逅”
「オルガンの春」の3番目の演奏会は、会場をウットゥムに移して行われた。題して「ホルトゥス・ムジクス―着物を着たブクステフーデ」だ。
ウットゥムの歴史的な教会の最後の席まで、200人以上の聴衆が埋め尽くした。期待に満ちて。そしてその期待は裏切られるどころか、十二分に満たされたのだ。
3時間以上にもわたって、オルガニストのピア・ダミアノ・ペレッティと鈴木優人指揮による「アンサンブル・ジェネシス」は聴衆を別世界へと誘った。そしてその場を支配していたのは、美しさと素晴らしい響きだけでなく、「トロピカルな」気分でもあった。モーゲンス・クリステンセン(1955年生まれ)による現代作品は、「トロピックTropic」と名づけられ、まさに文字通りの意味で聞く耳をそばだてさせるものであった。
音楽祭の音楽監督、アンドレアス・リービッヒはエムデン日報との会談の中で、それぞれの演奏会の中に現代的な響きを慎重かつたくみに取り入れることが、彼にとって如何に重要であるかを強調した。「巨匠の作品では、先にどういう方向があるのか、どういう音を期待すればよいのかが、実際には前もってわかっています。ところが現代の作曲家の場合、聴衆は自動的に注意を引き付けられます。」オルガニストでもある彼自身にとっても、現代の音楽は驚きと予測しない何かを常にもたらすものである。
オルガニストのペレッティと、リコーダーのアンドレアス・ベーレンが加わった弦楽アンサンブルは、16,17,18世紀の作品を交代で演奏した。それが完璧な公演であったと、まだ言わなければならないだろうか。音楽的に非の打ち所がなく、ときに極めてヴィルトゥオーゾに満ち、多くの箇所で感動を呼び起こし、興奮させるものであった。そしてペレッティ氏が、はっきりしたしぐさでこの1659年のウットゥムのオルガンに拍手を向けたのも理解できるものであった。
ちょうど50年前、ゲルハルト・ブルンツェマとともに、いまやさらなる修復作業を待つこのオルガンを修復したユルゲン・アーレントによる説明もわかりやすいものであった。この晩、既に350歳を迎えた老楽器はそれでもなお、修復が必要な印象はまったくなく、むしろオルガニストのためにまさに素晴らしい働きをしていた。
ブクステフーデと着物の関係についてまだ書かなければならない。17世紀、ブクステフーデの生きた時代には、商業路を通って40着の着物がヨーロッパに持ち込まれた。着物はすぐに「最新の流行」になり、そのエキゾチックな雰囲気のモードにとりわけ芸術家や知識層がとりこになった。
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